Was bedeutet eigentlich „Pfadfinder“?

Wir Pfadfinder tauchen im Gemeindebrief immer wieder auf, deshalb möchten wir diesmal erzählen, was Pfadfindersein für uns bedeutet und wo unsere Bewegung ihren Ursprung hat.

Die Pfadfinderbewegung geht zurück auf Robert Baden-Powell (BP), einen britischen Offizier, der Anfang des 20. Jahrhunderts lebte. Durch seine Kriegserfahrungen erkannte er, wie sehr Konflikte Menschen belasten und wie wichtig es ist, Wege zu finden, Frieden zu fördern. BP war kein Pazifist im modernen Sinn, aber er war überzeugt, dass echter Frieden bei den Menschen selbst beginnt: durch Charakterbildung, gegenseitigen Respekt und Freundschaft über Grenzen hinweg.

Aus dieser Überzeugung entstand die Pfadfinderidee: jungen Menschen Raum zu geben, ihre Fähigkeiten zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und zu lernen, wie man gemeinsam lebt und handelt. Heute ist daraus eine weltweite Gemeinschaft gewachsen und wir sind ein kleiner Teil davon.

Für uns bedeutet Pfadfindersein vor allem Gemeinschaft erleben, zuverlässig füreinander da sein, mutig Neues ausprobieren und achtsam mit Menschen und Natur umgehen. Vieles davon lernt man nicht aus Büchern, sondern mitten im Tun: in Gruppenstunden, auf Lagern, beim Bauen, Planen, Scheitern und Wieder-Versuchen.

Unsere Werte begleiten uns dabei:

Hilfsbereitschaft: einander unterstützen
Zuverlässigkeit: aufeinander aufpassen
Ehrlichkeit: offen und ehrlich miteinander umgehen
Respekt vor Mensch und Natur: nicht nur draußen, sondern überall
Gemeinschaft: jeder findet seinen Platz, so wie er ist

Baden-Powells bekannter Satz „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt“ klingt groß, aber für uns zeigt er sich gerade im Kleinen: freundlich sein, Rücksicht nehmen, Verantwortung übernehmen und manchmal einfach mutig loslegen.

Das ist für uns Pfadfinder. Eine Mischung aus Abenteuer, Lernen, Zusammenhalt und dem Wunsch, ein gutes Miteinander zu leben.

Gut Pfad!